Die (vermutlich gemeinte) Maillard‑Reaktion wird vor allem in der Lebensmittelverarbeitung genutzt. Sie entsteht beim Erhitzen von Lebensmitteln, wenn reduzierende Zucker mit Aminosäuren reagieren und für Bräunung und Röstaromen sorgen.
In Küche und Gastronomie
- Beim Braten, Grillen, Rösten und Backen sorgt die Maillard‑Reaktion für die braune Kruste und intensive Aromen, z.B. bei Steak, Brotkruste, Bratkartoffeln, Pommes, Kaffee und Kakao.
- In der Pâtisserie und Bäckerei wird sie gezielt genutzt, um Gebäck und Brot eine goldbraune Farbe und komplexeren Geschmack zu geben.
In der Lebensmittelindustrie
- Sie wird industriell eingesetzt, um Aussehen, Geschmack und Textur vieler Produkte zu verbessern, etwa bei Kaffee, Malz, pflanzlichem Fleischersatz, Backwaren und frittierten Snacks.
- Bestimmte Aromen („Reaktionsaromen“) werden gezielt durch kontrollierte Maillard‑Reaktionen aus definierten Zuckern und Aminosäuren hergestellt.
Weitere Bereiche
- Im menschlichen Körper spielen Maillard‑ähnliche Reaktionen (Bildung sogenannter AGE‑Produkte) eine Rolle bei Alterungsprozessen und bei Erkrankungen wie Diabetes, weil sie Gewebe schädigen können.
- Gleichzeitig werden antioxidative und teils antimikrobielle Effekte bestimmter Maillard‑Produkte erforscht, etwa eine verzögerte Lebensmittelverderbnis oder mögliche Effekte auf Metastasenbildung.
Übersicht wichtiger Einsatzgebiete
Bereich| Typische Nutzung / Beispiele
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Haushalt / Küche| Braten, Grillen, Backen, Rösten (Steak, Brotkruste,
Bratkartoffeln).12
Gastronomie| Krustenbildung und Röstaromen bei Fleisch, Gemüse, Gebäck.25
Lebensmittelindustrie| Kaffee, Kakao, Malz, Snacks, Backwaren,
Reaktionsaromen.149
Körper / Medizin| AGE‑Bildung bei Alterung und Diabetes, laufende Forschung.19
